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20.09.2019

Landkreis Ludwigslust-Parchim und WEMACOM Breitband GmbH unterzeichnen nächsten Konzessionsvertrag

Landkreis Ludwigslust-Parchim und WEMACOM Breitband GmbH unterzeichnen nächsten Konzessionsvertrag

PRESSEMITTEILUNG

46/2019 vom 19.09.2019

WEMAG AG

Presse/Öffentlichkeitsarbeit

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Telefon: 0385 755-2289

Landkreis Ludwigslust-Parchim und WEMACOM Breitband GmbH unterzeichnen nächsten Konzessionsvertrag

Weitere 13 Projektgebiete erhalten moderne Glasfasertechnologie / WEMAG verdoppelt Bandbreite für Neu- und Bestandskunden

Parchim, 19.09.2019. Nachdem die WEMACOM Breitband GmbH im November 2017 vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Breitbandausbau in drei Projektgebieten erhalten hat, setzt das Tochterunternehmen der WEMAG AG den geförderten Ausbau des Glasfasernetzes im Landkreis fort. Die Vertragspartner haben heute in Parchim die Zuwendungsverträge für weitere 13 Projektgebiete unterschrieben.

Die WEMACOM Breitband GmbH hatte sich mit Ihrem Angebot an der europaweiten Ausschreibung beteiligt und den Zuschlag erhalten. „Jetzt kann mit der konkreten Planung und dem Vertrieb begonnen werden. In den etwa 110 Gemeinden, die im Rahmen des zweiten Förderaufrufs des Bundes von einer Förderung profitierten und in denen nun gebaut wird, können bis zu 30.000 förderfähige Glasfaser-Hausanschlüsse erstellt werden. Dies entspricht etwa zwei Dritteln der gesamten Haushalte. Dafür wollen wir insgesamt rund 2.400 Kilometer Trasse bauen und 7.600 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2020 geplant“, sagte WEMACOM-Geschäftsführer Volker Buck. „Mit dem Zuschlag ist ein wichtiger Meilenstein für das gesamte Projektteam und die WEMAG Unternehmensgruppe erreicht. Das spricht für die gute Vorbereitung und ein überzeugendes Konzept“, ergänzte WEMAG-Vorstand Thomas Murche. Bedingt durch die Zahl und Größe der jetzt anstehenden Baumaßnahmen wird sich der Zeitplan bis zur Inbetriebnahme der Gigabit-Netze bis in das Jahr 2023 erstrecken.


Unmittelbar vor der Unterzeichnung hat Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, die Förderbescheide des Landes zur Kofinanzierung der Bundesmittel überreicht. Nach Angaben des Ministers ist der Breitbandausbau ein in der Landesgeschichte beispielloses Großprojekt. Bislang haben 98 der insgesamt 100 Projektgebiete, mit denen Mecklenburg-Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden ist, den Zuschlag von Bund und Land erhalten. Damit konnten mehr als 800 Millionen Euro Bundesmittel in den Nordosten geholt werden. „Mecklenburg-Vorpommern wird rund eine halbe Milliarde Euro als Kofinanzierung des Landes sowie für die Vorfinanzierung der kommunalen Eigenanteile beitragen. Damit stehen insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in unserem Bundesland zur Verfügung“, erklärte Christian Pegel am Rande der Veranstaltung.

Mit der Vergabeentscheidung ist der Ausbau in allen 16 Projektgebieten, die der Landkreis Ludwigslust-Parchim im ersten und zweiten Projektaufruf des Bundes beantragt hatte, in der Umsetzung oder konkreten Feinplanung. Die ersten drei Projektgebiete in den Gebieten um Sternberg, Lübz und Stralendorf sind weitgehend fertig gebaut und sollen schrittweise noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Landrat Stefan Sternberg zeigte sich erfreut, dass der geförderte Glasfaserausbau damit in allen durch europaweite Vergabe entschiedenen Projekten vom regionalen Versorger geleistet wird. Regionale Wertschöpfung durch das bisher größte Investitionsprogramm im Landkreis bringt den Wirtschaftskreislauf deutlich voran. Die Fördermittel von Bund, Land und kommunalem Eigenanteil belaufen sich insgesamt auf knapp 284 Mio. Euro.

„Ich freue mich, dass wir mit diesen Mitteln gerade unseren dünn besiedelten ländlichen Raum stärken können. Der Landkreis steht damit im Bundesvergleich sehr gut da und kann innerhalb der Metropolregion Hamburg seine Attraktivität enorm steigern. Mit dem Glasfasernetz wird die technische Infrastruktur geschaffen, mit der wir alle den digitalen Wandel mitgestalten können und nicht abgehängt werden“, sagte der Landrat.

Für das Erstellen der Hausanschlüsse ist die WEMACOM Breitband GmbH zuständig – die Vermarktung der Internet- und Telefonprodukte übernimmt die WEMAG. „Wer sich während der Planungsphase für einen Glasfaser-Hausanschluss in Kombination mit einem Internet- oder Telefonvertrag mit mindestens 24 Monaten Laufzeit entscheidet, bekommt an seinem Haus kostenfrei den Glasfaseranschluss bis zu einer Länge von fünfzehn Metern bereitgestellt“, sagte WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann. Kunden können die Internetprodukte zum Beispiel über die WEMAG beziehen. Das kommunale Unternehmen bietet für Privat- und Gewerbekunden Internettarife mit Übertragungsraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde, Telefonanschlüsse mit Flatrate ins deutsche Festnetz und Mobilfunknetz sowie Digital- und HD-Fernsehen an. „Für alle Kunden, die ab dem 19. September 2019 einen der WEMAG-Surf-Tarife bestellen, verdoppeln wir ohne Aufpreis die Bandbreiten. Das gilt auch für Bestandskunden, die schon zuvor bei uns unter Vertrag waren. So sind unsere Kunden noch besser für die weiter zunehmenden Bandbreiten-Anforderungen durch immer mehr Geräte gerüstet, die zuhause gleichzeitig online sein werden“, ergänzte der WEMAG-Vertriebsleiter und verwies auf Smart Home und datenintensive Internetdienste für Filme und Serien. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Bürger der profitierenden Gemeinden postalisch und persönlich bei Informationsveranstaltungen informiert.


Die WEMACOM Breitband GmbH arbeitet gegenwärtig intensiv an Planung, Bau und Fertigstellung vieler neuer Glasfaser-Netze in den Projektgebieten der Landkreise Ludwigslust-Parchim 1. Call (650 Kilometer Leitungen) sowie Nordwestmecklenburg (2.000 Kilometer Leitungen).


Außerdem hat das Unternehmen vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für zwei weitere Projektgebiete im Raum Boizenburg und Plau am See erhalten, die mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Kommunalen Investitionsförderungsfonds des Landes ausgebaut werden. Auch hier wird die WEMACOM Breitband GmbH das gigabitfähige Netz errichten und betreiben. „Zum ersten Mal übernehmen wir den geförderten Breitbandausbau auch im städtischen Raum. Das ist ein wichtiges strategisches Signal“, betonte WEMAG-Vorstand Thomas Murche.