Schiedsstelle des Amtes Boizenburg-Land

Warum vor Gericht streiten mit ungewissem
und meist teurem Ausgang?

Die Alternative ist : Schlichten statt Richten!

 

Seit 1827 gibt es die Institution der Schiedsfrauen und Schiedsmänner in Deutschland.

Aber wer weiß schon etwas darüber? Sehr viele Menschen überhaupt nichts und einige nur teilweise.

Bei strafrechtlichen Privatklageverfahren          

  •  Beleidigung
  • Körperverletzung
  • Sachbeschädigung
  • Hausfriedensbruch
  • Bedrohung
  • Verletzung des Briefgeheimnisses
  • Rauschtaten im Zusammenhang mit den vorgenannten Straftaten

ist nach § 380 der Strafprozessordnung ein Schlichtungsversuch in einigen Bundesländern zwingend vorgeschrieben.

Aber auch bei zivilrechtlichen Streitigkeiten (bei Geld und Geldwerten, Forderungen, Nachbarschaftsstreit z. B: Überhang, Hinüberfall, Grenzbepflanzung, Grenzabständen, des weiteren bei Ehrabschneidungen, soweit nicht in den Medien begangen) können die Schiedsstellen in Anspruch genommen werden.

Die Schiedsfrauen und Schiedsmänner werden ständig von Volljuristen geschult und stehen in Kontakt mit den zuständigen Gerichten. Sie arbeiten ehrenamtlich und sind zu absolutem Stillschweigen und Unparteilichkeit verpflichtet.

Die Erfolgsquote bei Vergleichen liegt bei ca. 50 % und das bei durchschnittlichen Kosten von ca. 50,-- €.

Ein Schlichtungsversuch spart Zeit und Nerven. Da vor der Schiedsstelle keine Partei „gewinnt“ oder „verliert“ ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Frieden von Dauer ist.

Der von der Schiedsstelle geschlossene Vergleich ist sofort 30 Jahre lang vollstreckbar.

Bei Privatklageverfahren wird im Falle der Erfolglosigkeit eine amtliche Bescheinigung (Sühnebescheinigung) und in Zivilstreitigkeiten eine (Erfolglosigkeitsbescheinigung) zur Vorlage bei Gericht ausgestellt.

Die Schiedsfrauen und Schiedsmänner stehen außer den festgesetzten Sprechtagen auch am Wochenende und an Feiertagen nach Vereinbarung zur Verfügung.