Geschichtliches zum Kuhstall Düssin

Einige Daten zur Geschichte des Kuhstalles (Quelle: Broschüre „Die Geschichte vom Kuhstall in Düssin“ von 2001):

  • In der Zeit von 1912-1914 ließ er das Dorf Düssin zu einem Mustergut der damaligen Zeit umbauen. In dieser Zeit entstand auch der Kuhstall, außerdem eine Molkerei mit Melkhalle in den Wiesen.
  • 1911 erwarb der Kommerzienrat Georg Plange das 968 ha große Rittergut Düssin. Unter seiner Herrschaft wurde in Düssin viel modernisiert, neue Stallungen und diverse Wirtschaftsgebäude gebaut.
  • Ein direkter Gleisanschluss an die Hauptstrecke Hamburg-Berlin entstand durch eine 2,5 km lange Kleinbahnanlage. So wurde täglich die frische Milch nach Brahlstorf transportiert, umgeladen und mit planmäßigen Zügen nach Hamburg geliefert.

  • Für die Gutsarbeiter baute er vorbildliche Wohnungen mit Stallungen und Garten.
  • Das Gut Düssin war seinerzeit das erste Gut im westlichen Mecklenburg, das über eine eigene Elektrizität, aber auch eine Be- und Entwässerung im ganzen Dorf verfügte.
  • Im Jahr 1919 übernahm einer der Söhne Georg Planges die Verwaltung des Gutes. Die Wirtschaftlichkeit des Gutes wurde in den Folgejahren öfters in Frage gestellt.
  • 1938 wurde das Gut durch die Hansestadt Hamburg gekauft mit dem Ziel, eine Außenstelle für die Unterbringung von Geisteskranken einzurichten. Zum Kriegsende verließ die Gutsleitung ziemlich überstürzt mit den Patienten das Gut.
  • Unten befindet sich ein historisches Bild vom Kuhstall Düssin aus der Chronik.
    „Viele Betrachter stellen eine architektonische Ähnlichkeit mit den Gebäuden der Hamburger Speicherstadt fest. Auch der Glockenturm weist eine gewisse Ähnlichkeit als Miniaturausgabe des „Hamburger Michels“ auf.“ Die Frage nach dem Architekten für dieses Mustergut ist nicht mehr ganz abschließend zu klären. Es wird davon ausgegangen, dass der Bau des Gutes und auch des Kuhstalls einem Architektenbüro Speckbötel aus Hamburg zuzuordnen ist.

historisches Bild vom Kuhstall Düssin